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01.04.2015
12 Reflections on Risk: Frederik Braun, Gründer Wunderland
Das Streben nach Gigantismus und das Kind im Manne können – allen Zauderern zum Trotz – Welten versetzen oder errichten. Dem Risiko auf halber Strecke zu trotzen, hat Frederik Braun megalomanische Visionen entgegengesetzt, um im Kleinen Wundersames zu schaffen.
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Frederik Braun – Das Miniatur Wunderland Hamburg feiert Jubiläum

Am 25. April 2015 wurde das Miniatur Wunderland in Hamburg 5000 Tage alt. Nicht nur an diesem Tag kamen Besucher aus der ganzen Welt. Täglich besuchen tausende Menschen das Wunderland in Hamburgs Speicherstadt. Seit der Eröffnung im August 2001 haben sich knapp 13 Millionen Besucher die Modelllandschaft angeguckt. Doch warum ist das Miniatur Wunderland eigentlich so beliebt? Die Zeit bis zur Eröffnung sei damals wie im Traum vergangen, so Frederik Braun, Mitbegründer des Miniatur Wunderlandes. Bis zur Eröffnung haben sie völlig euphorisiert Tag und Nacht gebastelt, ohne ans Scheitern zu denken. In der Nacht vor der Eröffnung habe Frederik kein Auge zu getan. Was, wenn keiner kommen würde? Verschuldet auf Ewigkeit. Seine Sorge blieben jedoch unbegründet; allein im ersten Jahr kamen 300.000 Besucher. 


Frederik Braun hatte schon immer große Träume. Die größte Autogrammkartensammlung von Sportstars besitzen, eine eigene Disko aufmachen oder eine Plattenfirma betreiben – diese Jugendträume hat er mit seinem Zwillingsbruder Gerrit bereits in die Tat umgesetzt. Zwei Brüder, die anders kaum sein könnten. Frederik von Natur aus optimistisch, emotional - aufbrausend. Gerrit hingegen eher pessimistisch, rational und analysierend. Frederiks’ Ideen fanden in seinem Bruder einen harten Kritiker. Für die Idee, die größte Modelleisenbahn der Welt zu bauen, konnten sich aber beide begeistern.  


Das Wunderland in Hamburgs Speicherstadt ist mittlerweile viel mehr als nur eine Modelleisenbahn. Jährlich bestaunen etwa eine Millionen Besucher die detailgetreuen Nachbildungen des Harz, Skandinaviens, Amerikas oder der Heimat des Wunderlandes Hamburg.   


In diesem Abschnitt können die Besucher den Tierpark Hagenbeck, ein Fussballspiel zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli oder die Eröffnung der Elbphilharmonie bestaunen. Wie beim Original gab es auch hier Preissteigerungen und Verzögerungen beim Bau. Immerhin, das Modell ist schon jetzt fertig, vier Jahre früher als das Original. Für die Besucher gibt es zudem einiges zu Schmunzeln. Eine Schafherde, die einer Oldtimer Rallye den Weg versperrt oder ein Liebespaar, das sich einen Platz mitten in einem riesigen Sonnenblumenfeld gesucht hat. Rund 215.000 kleine Figuren bevölkern die 8 Abschnitte, auf denen 930 Züge und knapp 9000 Autos die Mini-Welten durchfahren. Auf über 1.300 Quadratmeter in einem ehemaligen Speichergebäude erstreckt sich die Miniatur-Welt.    


Flughafen inmitten der Speicherstadt  


Das Herzstück und zugleich technisches Highlight ist der Flughafen Knuffingen. Von einer 14 Meter langen Start- und Landebahn zwischen der gleichnamigen Stadt Knuffingen und der Schweiz können mittlerweile knapp 50 Flugzeuge abheben und landen. In diesem Abschnitt steckt eine Menge Liebe zum Detail. Die Flugzeuge bewegen sich von der Abfertigung bis zur Startbahn über das Rollfeld, auch mit Verspätungen - ganz wie im echten Leben. Ziel der Zwillingsbrüder Gerrit und Frederik Braun ist es, alles so realistisch wie möglich darzustellen. Mit einem aufwendigen Start- und Landekatapult werden die lauten Modellflugzeuge in die Luft befördert. Auf dem Boden werden sie von einem neu entwickelten Satellitensystem gesteuert.    


Die Welt als Modell  


Täglich arbeitet das Team rund um die Brüder Braun an weiteren Abschnitten. Ende dieses Jahres soll Italien fertig gestellt werden. Dann wird die Hauptstadt Rom, Venedig mit dem Markusdom oder der aktive Vesuv die Besucher zum Staunen bringen. Wenn es nach Frederik Braun geht, könnte der Ausbau auch noch bis nach seiner Rente weiter gehen. Die ganze Welt im Modellformat - das ist das Ziel der Modellbauer in der Hamburger Speicherstadt. Ein ambitioniertes Ziel, das bei so viel Liebe zum Detail nicht nur ein Traum bleiben muss. 

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