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01.04.2015
12 Reflections on Risk: Ralf Hennig, Personal Trainer
Die Postmoderne hat Utopien geschaffen. Utopien und Versprechungen wie den amerikanischen Traum. Jung verlässt Ralf Hennig aus dem Taunus seine Heimat und kommt in die USA: das Land, wo die Früchte des Fleißes blühen. Vom Tellerwäscher zum Millionär bedeutet in den Nuller-Jahren vom Aushilfskoch zum Fitnesstrainer der New Yorker High-Society – und somit auch des US-Präsident Bill Clinton. Nach vorne, die Sicherheitsnetz unter den Füßen zerschneiden, vielleicht den Boden unter den Füßen verlieren, ins Ungewisse schweben, nicht zurückblicken, aufgeben, anfangen, der persönlichen Utopie näher kommen.
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Ralf Hennig – Sit-ups mit Bill Clinton

Auswandern und den Traum in der Ferne leben. Ralf Hennig hat es geschafft. Nach einer Ausbildung als Koch hat er den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Dieser Schritt sollte sich lohnen, denn er landete auf einer Fitnessmatte mit Bill Clinton. Der in Frankfurt und im Taunus aufgewachsene Hennig wollte schon immer reisen und die Welt sehen. Nach seiner Ausbildung zum Koch bewarb er sich bei einem Sporthotel in der Schweiz. Dort begeisterte er sich in seiner Freizeit für das Skifahren. Irgendwann hatte er die Nase voll von Minusgraden, so bewarb er sich in einem Hotel in Saudi Arabien. Windsurfen und Scuba Diving gehörten hier zur Freizeitgestaltung. Das sollte nicht seine letzte Station als Koch bleiben, schon bald arbeitete er in New Yorker Restaurants als Küchenchef.  


Doch wie passt das eigentlich mit seinem heutigen Beruf als Personal Trainer zusammen? Das Bild von einem wohlgenährten Koch ist bis heute noch tief in den Köpfen von Restaurantbesuchern verankert. Bei Ralf Henning gehört eine gesunde Ernährung und Fitness hingegen zum Tagesprogramm. Irgendwann wurde der Wunsch immer stärker, seine Leidenschaft, die Fitness zum Hauptberuf zu machen. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn in den achtziger Jahren boomte die Fitness-Branche. Schnell entwarf er maßgeschneiderte Trainingskonzepte, ob für Formel-1-Fahrer oder Tennisprofi. Ralf Hennig war jetzt ein fester Bestandteil in der Fitness-Szene.  


Eines Tages bekam er einen Anruf von einem Kollegen, der die Villa der Clintons mit einem Multi-Gym ausstattete. Gesucht wurde noch ein Trainer, denn die Präsidentenfamilie wusste nicht, wie man die Geräte richtig benutzen sollte. Hennigs Kollege empfahl ihn prompt. Bis er Vertrauen zur Familie Clinton aufbauen konnte, dauerte es jedoch einige Zeit. Angeblich ließ der US-Geheimdienst Hennig wochenlang überwachen. Als er den Präsidenten dann endlich besuchen durfte, sagte er: „Ich bin hier um ihr Leben zu verändern.“ Aus den anfänglichen Trainings-Terminen sind acht Jahre und eine Freundschaft geworden. Bill Clinton hat sogar das Vorwort für eines von Hennigs Fitness-Büchern geschrieben.  


Als Fitnesstrainer konnte Hennig von seinen Erfahrungen als Koch profitieren. So war er einer der ersten Dozenten, der seinen Studenten plausibel erklärte, wie gesunde Ernährung und Fitness zusammenhängen. Ralf Hennig hatte immer große Ziele und Träume. Dabei musste er einiges riskieren, weit weg von Familie, Freunden und einem sicheren Umfeld. Ralf Hennig verrät, was das Verlassen der Komfortzone bewirken kann und wie er den riskanten Schritt des Auswanderns gemeistert hat. 

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